Rechtsanwalt und Notar a.D. in Bensheim
Hans L. Blechner
Fachanwalt für Steuerrecht und Erbrecht

Honorar - Transparenz von vornherein

Die Amtstätigkeit eines jeden Notars/Notariats ist nach den Bestimmungen des Gesetzes über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (GNotKG) abzurechnen, welche keinerlei Spielraum bei der Rechnungsstellung – weder nach oben noch nach unten – zulässt. Dies bedeutet, dass jede Amtstätigkeit eines jeden Notars/Notariats von vornherein durch das GNotKG reguliert und in gleicher Höhe abzurechnen ist.

Dementgegen lässt das für die Abrechnung der Rechtsanwaltstätigkeiten einschlägige Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) statt der Abrechnung der gesetzlichen Gebühren hiervon abweichende Vergütungsvereinbarungen zu.

Die gesetzlichen Gebührentatbestände des RVG ergeben sich zunächst aus dem Gesetzestext und zusätzlich dem Vergütungsverzeichnis. Der Gesetzestext enthält die allgemeinen Gebührenvorschriften, das Vergütungsverzeichnis die einzelnen Gebührentatbestände. In zivilrechtlichen Streitigkeiten rechnen sich die Gebühren u.a. nach dem Gegenstandswert (Streitwert) und dem der Tätigkeit zuzuordnenden Gebührensatz gemäß Vergütungsverordnung.

Abweichend von einer streitwertabhängigen Vergütung gemäß den Gebührensätzen des RVG ist in speziellen Fällen auch eine Honorarvereinbarung auf Erfolgsbasis möglich.

Diese empfiehlt sich vor allem für die Mandanten, die nicht rechtsschutzversichert sind und von Gebührenvorschüssen und Rechnungen ihrer Anwälte bis zum (erfolgreichen) Abschluss aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse verschont bleiben wollen. Dies erscheint gerade dann angebracht, wenn um erhebliche Vermögenswerte gestritten wird, etwa bei Streitigkeiten um einen Erbteil, einen (hohen) Entschädigungsbetrag oder ein Schmerzensgeld.

Nehmen Sie bitte gerne mit uns Kontakt auf, um Informationen über mögliche Vergütungsvereinbarungen einzuholen.